Wenn ich ehrlich bin, hat Erfolg in meinem Leben nie die große Rolle gespielt, die ihm oft zugeschrieben wird.
Geld war für mich nie besonders wichtig, Titel auch nicht. Als Kind wurde ich eher selten gelobt – vielleicht hat auch das dazu beigetragen, dass Anerkennung für mich nie zum eigentlichen Maßstab wurde.
Mit dreißig war Erfolg für mich vor allem die Frage, wie wir als Familie leben würden. Wie wir unseren Alltag gestalten. Wie wir drei Kinder großbekommen. Heute sehe ich das nicht grundlegend anders.
Ein guter Tag ist für mich ein Tag, an dem etwas vorangegangen ist. An dem ich etwas abgeschlossen habe. Es spielt dabei kaum eine Rolle, ob es groß oder klein war. Wenn ich dagegen nur grüble, ohne ins Tun zu kommen, fühlt sich der Tag meist nicht gelungen an.
In meiner künstlerischen Arbeit empfinde ich ein Bild als gelungen, wenn ich mich darin selbst wiederfinde. Dafür braucht es weder einen Verkauf noch eine Ausstellung.
Je älter ich werde, desto wichtiger wird mir etwas anderes: innere Ruhe.
Damit meine ich nicht, dass nichts geschieht. Im Gegenteil. Dinge passieren ständig. Pläne ändern sich. Menschen kommen und gehen. Unerwartetes tritt ein.
Innere Ruhe bedeutet für mich, dass mich diese Dinge nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Dass Außeneinflüsse kommen dürfen, ohne mich zu destabilisieren.
Wenn ich zurückblicke, habe ich mir nie vorgenommen, erfolgreich zu sein.
Ich wollte ein Leben führen, auf das ich mich freuen kann.
Auf die nächste Minute. Die nächste Stunde. Den nächsten Tag.
Und wenn sie vorbei sind, ist sie froh, sie erlebt zu haben.